Erstes Netzwerktreffen in Bonn
Das Zentrum für Konfrontative Pädagogik und Krämer-Trainings hatten zum ersten großen Netzwerktreffen interessierter und selbst ausgebildeter Anti-Gewalt und Deeskalations-TrainerInnen geladen. Dem Ruf waren knapp 50 TrainerInnen gefolgt und der Austausch und Vernetzungsgedanke konnte rege umgesetzt werden.
Neben den Neuerungen in der Erweiterung der Trainingsformen wurde nochmals besonders auf die Qualitätsstandards hingewiesen. Verhaltensoriginelle Kinder, Jugendliche und Erwachsene, haben einen Anspruch auf qualifizierte Pädagogen, Psychologen, Verhaltenstrainer, denn nur mit Beziehung und Mehrebenenprogrammen können diese Menschen adäquat erreicht werden. Damit die Qualifizierung der zertifizierten Anti-Gewalt und Deeskalations-TrainerInnen nach der Ausbildung nicht beendet ist, werden weitere Zusatzmodule im Laufe des Jahres angeboten. Hierzu zählen:
- Zusatzqualifikation Niedrigseilelemente: Eine Qualifikation mit Zertifikat. An drei Tagen lernen die Teilnehmer den Bau und die Sicherung von Niedrigseilelementen mit Materialien aus dem Industriebedarf/Baumarkt. Die Ausbildung findet in Roes statt. (13.04-15.04.12) Die Teinehmerzahl ist begrenzt. Anmelden können sich vorrangig von Sandvoß und Krämer ausgebildete Trainer/innen.
- Zusatzqualifikation Deeskalations-Training: Hier werden in zwei Tagen konstruktive Deeskalationstechniken geübt und Umgesetzt. Der Schwerpunkt liegt hier auf der frühzeitigen Erkennung von Konfliktlagen, der rhetorischen, teamorientierten ,körperlichen Deeskalation, sowie der Selbstverteidigung in Notfallsituationen. Gearbeitet wird mit Videofeedback.
- Zusatzqualifikation sytemische Interventionen: Eine Qualifikation mit Zertifikat des Instituts für systemische Gewaltprävention und Qualifizierung(C)
Ausbildungskurse nun auch in der Schweiz
Ab Spätsommer/Herbst finden nun auch Ausbildungskurse in systemischem Anti-Gewalt(R) und Deeskalationstraining in der Schweiz statt. In Kooperation mit einem schweizer Internat, werden hier nun auch Trainer/innen qualifiziert. Das Ausbildungsangebot ist auch gut geignet für Menschen, die mal ihr berufliches Umfeld verlassen wollen, um den Alltagsstress gegen Berge und Kräuterwiesen einzutauschen. Geplant sind verlängerte Blöcke, damit sich eine Anreise lohnt.
Der Zertifikatskurs wird vom Institut für systemische Gewaltprävention und Qualifizierung durchgeführt. Die Teilnehmer/innen erhalten nach bestandenem Kolloquium das Qualitätssiegel für nachhaltige sytemische Gewaltprävention für ihre Zertifikate .
Erstes Netzwerktreffen für ausgebildete Anti-Gewalt-Trainer/innen in Bonn
Auf vielfachen Wunsch findet das erste Netzwerktreffen für ausgebildete systemische Anti-Gewalt(C)/ Anti-Gewalt und Deeskalation/ und reine Anti-Gewalt-Trainer/innen statt.
Der Termin ist der 02.03.12 in der Familienbildungsstätte Bonn.Wir starten pünktlich um 17.00 Uhr. Anmeldungen sind nur unter info@agt-ausbildung.de möglich.
Neben dem gemeinsamen Austausch sollen hier neue Strömungen, qualitative Weiterentwicklungen,sowie Weiterbildungsmöglichkeiten besprochen werden. Gleichzeitig haben die TN die Möglichkeiten sich untereinander auszutauschen, zu vernetzen und Jobangebote zu verteilen. Den beiden Trainern Andreas Sandvoß und Ulrich Krämer ist daran gelegen nicht nur die Methoden der konfrontativen Pädagogik weiterzuentwickeln, sondern auch neue Strömungen, wie das systemische Anti-Gewalt(C) und Deeskalations-Training, sowie den Kondrontativen Stil Konst(C) zu vermitteln. Das Ziel ist die Qualifizierung der TN und somit die Verbesserung der gewaltpräventiven Arbeit im Sinne der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die ein Recht auf konstruktive und wachstumsorientierte Pädagogik haben.
Institut für systemische Gewaltprävention und Qualifizierung im November 2011 gegründet
Nach einem halben Jahr Vorbereitung ist es nun geschafft. Das Institut ist gegründet und unterstützt die Umsetzung des systemischen Ansatzes in allen Bereichen der Gewaltprävention. Neben regelmäßigen Qualifizierungen in den Bereichen:
- Deeskalationstechniken (kommunikativ und körperlich)
- Cybermobbing und neue Medien
- Umgang mit schwierigen Menschen in Beruf und Weiterbildung/ Widerstand als Motivation
- Erlebnispädagogische Tools für die effektive Arbeit in Gruppen
- Systemische Methoden für die effektive Arbeit in Gruppen
bieten die Kollegen/innen des Instituts für systemische Gewaltprävention und Qualifizierung unterschiedlichste Trainingsformen an. Sie kommen aus den Arbeitsbereichen: Psychologie/Psychotherapie, Polizei, Schule, JVA, Jugendgerichtshilfe und haben eins gemeinsam: Sie freuen sich mit mir auf die Arbeit mit Ihnen……
In den nächsten Wochen wird die Webseite Online gestellt und Sie können auf die Kompetenz des Instituts zugreifen. Wir arbeiten transparent, nur mit Mehrebenenprogrammen, konfrontativ und wachstumsorientiert. Der systemische Ansatz ist Standard unserer Arbeit………
Allen Interessenten wünschen wir einen gesunden und glücklichen Start ins Jahr 2012.
Neue Ausbildungskurse in systemischem Anti-Gewalt-Training(C) und Deeskalations-Training
Nach dem sehr erfogreichen Start des Ausbildungskurses in Essen, mit Teilnehmern/innen aus ganz Deutschland und der Schweiz, stehen nun die neuen Termine für 2012 fest.
Ausbildungsgruppe Marburg: Start 26.03 und 27.03.12 (noch Plätze frei)
Ausbildungsgruppe Köln, in Kooperation mit der Universität Köln und dem Landschaftsverband Rheinland: Start 06-08.07.12 (noch Plätze frei)
Ausbildungsgruppe Dortmund: Start 21.05 und 22.05.12 (noch Plätze frei)
Zusätzlich zu den Inhalten der Trainingsform, werden kontinuierliche Updateveranstaltungen angeboten, die es den Trainer/innen ermöglichen sollen, sich weiter zu qualifizieren . In Planung sind mehrtägige Indoorveranstaltungen zu den Themen: Erlebnispädagogik mit Zertifikat, Deeskalations-Training, sowie systemische Interventionen.
Fördertöpfe Gewaltprävention
In Zeiten schwacher Finanzlagen sind Einrichtungen, Schulen und Vereine auf Fördergelder angewiesen. Da diese Fördergelder nicht immer leicht zu finden sind, habe ich einige ausgesucht und hier nun auch notiert:
Wenn Ihr Unterstützung in der Beantragung von Fördergeldern benötigt, dann hilft EMCRA(www.emcra.de). Hier werdet Ihr auch durch den Beantragungsprozess begleitet. Zielgruppen sind Vereine, Stiftungen und Unternehmen.
Damit ihr auch wirklich dem Fördergedanken der Organisationen entsprecht, rate ich Euch, die Webseiten genau zu studieren. Hier findet Ihr Informationen rund um die Inhalte und Förderbereiche. Ich habe jetzt besonders die Bereiche Kinder und Jugend herausgesucht.
- Aktion Mensch: www.foerderung.aktion-mensch.de
- Amadeu Antonio Stiftung: www.amadeu-antonio-stiftung.de
- Anne Frank-Fonds: www.annefrank.ch
- Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung: www.kulturprojekte-berlin.de
- BHF-Bank-Stiftung: www.bhf-bank-stiftung.de
- Bürgerstiftung Berlin: www.buergerstiftung-berlin.de
- Bürgerstiftung Hamburg: www.buergerstiftung-hamburg.de
- Bundesliga- Stiftung: www.bundesliga-stiftung.de
- Deutsche Rockmusik Stiftung: www.rockmusikstiftung.de
Das ist nur ein kurzer Ausschnitt an Fördertöpfen,die momentan zu nutzen sind. Wer tiefer einsteigen möchte, besorgt sich beim Netzwerk Selbsthilfe e.V. die Broschüre: Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen. Viel Glück und Erfolg in der Umsetzung der Anträge wünscht…………
Andreas Sandvoß
Deeskalations-Trainer Ausbildung in Dortmund abgeschlossen
Vom 04.09.11- einschl. 06.09.11 fand eine Weiterbildung für ausgebildete Anti-Gewalt-Trainer/innen in Dortmund statt. Die 20 TN kamen aus allen Teilen Deutschlands und wollten ihre Kompetenz im Umgang mit gewaltbesetzten Situationen schulen. Neben Mitarbeitern aus Suchthilfeeinrichtungen, Kinder und Jugendpsychiatrien, Schulen und Justizvollzugsanstalten,kamen auch Lehrer und Schulsozialarbeiter , um ihre Kompetenzen zu erweitern. Ralf Kühn, als ausgebildeter Anti-Gewalt und Deeskalations-Trainer und Polizeibeamter, sowie Michael Jung-Lübke von piag-B, schulten die engagierten Teilnehmerinnen in unterschiedlichen Bereichen :
Lernziele:
‐ Erörterungen folgender Begriffsdefinitionen: Aggression, Aggressivität,
Gewalt, Eskalation, Deeskalation, Aggressionstypen, Deeskalationstypen
‐ Erlangen oder Steigern der Konfliktkompetenzen in besonderen Situationen
‐ Sensibilisierung eigener und fremder Befindlichkeiten wie Stress, Angst u.Ä.
‐ Erarbeiten von Kommunikations‐, Interventions‐ und Deeskalationsstrategien in
der Theorie und Praxis (NICHT‐Kampf‐Prinzip)
‐ Vermittlung von Techniken für den Selbstschutz und der Selbstbehauptung
Neben zahlreichen Realitätssimulationen aus den Arbeitsfeldern der Trainer/innen wurden Alltagssituationen aus der JVA, der Schule oder der Kinder und Jugendpsychiatrie nachgestellt. Hier hatten die TN die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen brisante,eskalierende Situationen zu beobachten und konstruktiv zu entschärfen. Hierbei lag der Schwerpunkt auf Interventionen nach dem”Nichtkampfprinzip”. Nach Einschätzung der Dozenten haben die Interventionen die höchste Erfolgschance, die den Gesichtsverlust oder das generelle “Verlieren” des Eskalationsauslösenden verhindern. Die drei sehr intensiven Tage endeten bei einigen Trainern/innen mit Muskelkater, weil die Eingrifftechniken teilweise sehr anstrengend waren. Bei der Übergabe der Zertifikate waren sich alle Anti-Gewalt-Trainer/innen einig: “Nach der einjährigen Ausbildung zum Anti-Gewalt-Trainer war das Seminar in Dortmund eine sehr sinnvolle Ergänzung und ein guter Abschluss.
Die nächste Qualifizierung wird in Richtung Niedrigseilelemente gehen. Hier lernen die TN in einem mehrtägigen Lehrgang unter sachkundiger Anleitung, den Bau und die Nutzung von Niedrigseilelementen. Die Materialien für diese erlebnispädagogischen Übungen kann man sich im Baumarkt mit geringen Kosten besorgen.
Andreas Sandvoß, September 2011
Was ist denn eigentlich Anti-Aggressions-Training?
Der Begriff des Anti-Aggressions-Trainings wurde vor einigen Jahren von den Medien aufgegriffen und seit dieser Zeit auch im Volksmund verwendet. Im Bereich Gewaltprävention wird er unter sachkundigen Trainern nicht verwendet, da es diesen Begriff hier nicht gibt. Neben dem Anti-Aggressivitäts-Training(C), welches wie das Coolness-Training(C) einen durch das Patentamt München geschützen Begriff (ISS- Frankfurt) darstellt, wird ansonsten die Trainingsform des Anti-Gewalt oder Systemisches Anti-Gewalt-Trainings(C) benannt und auch durchgeführt. Hierbei ist wichtig, dass Aggressivität als Trieb zur Durchsetzung akzeptiert wird. In dem Moment, wo dieser Trieb destruktiv und zerstörerisch wird, muss intensiv gearbeitet werden. Der Fokus liegt deshalb auf der Bearbeitung der destruktiven Gewaltneigung .
Neues Ausbildungskonzept SAGT ©
Neues Ausbildungskonzept SAGT ©
Ausbildung zum Systemische/r Anti-Gewalt-Trainer/in © – Deeskalations-Trainer/in
Kompetenzerweiterung und systemische Interventionsstrategien im Umgang mit verhaltensoriginellen Menschen für PädagogInnen, LehrerInnen, ErzieherInnen, Soziale Dienste, Jugendhilfeträger aus der Arbeit mit gewaltbereiten (und gewaltroutinierten) Kindern und Jugendlichen (Schule, Jugendeinrichtung, Wohnheim, offene Jugendarbeit, Jugendgerichtshilfe, Kinder und Jugendpsychiatrie, etc.), Fachkräfte aus Bewährungshilfe und Strafvollzug.
Weitere Informationen finden Sie hier
Pädagogische Ausbildung und der Faktor Zeit
In den Ausbildungskursen treffe ich immer wieder auf TN , die erst während der Kurszeit merken, dass sie eigentlich gar keine Zeit haben, z.B.: Literatur zu lesen, sich um Konzepte und die praktische Umsetzung derselben zu kümmern und gleichzeitig noch dem Hauptberuf gerecht zu werden. Die Anforderungen an die Ausbildung sind hoch, weil nur Kompetenz der Trainer/innen und Methodenvielfalt, sowie Mehrschichtigkeit der Konzepte, zu einer erfolgreichen Umsetzung der Trainingsformen führen kann.
Wir bringen den Teilnehmern von Trainingskursen oder Auflagenkursen bei, ihr Leben zu sortieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die gleiche Arbeitstellung richtet sich auch an die Entwicklung der Teilnehmer/innen der Ausbildung zum/zur Anti-Gewalt und Deeskalations Trainer/in. Eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Freizeit/Familie ist der Schlüssel zum Umgang mit den eigenen Kräften. Meine Einschätzung ist, dass ich nur dann Energie weitergeben kann, wenn ich selbst Energie habe und nicht bereits auf Sparflamme koche.
Alles was ich im pädagogischen Bereich durchführe sollte einen Sinn oder ein Ziel haben. Deshalb wünsche ich mir für unsere Ausbildungsgruppen, dass die Teilnehmer/innen eine Entscheidung treffen:
Habe ich zu diesem Zeitpunkt die Zeit und die Kapazitäten, diese qualifizierte Fortbildung so umzusetzen, dass sowohl ich selbst,wie auch später die Trainingsteilnehmer davon profitieren können? Wenn ich diese Frage nicht mit Ja beantworten kann, dann macht es Sinn mir erst Freiräume zu schaffen, bevor ich eine Entscheidung treffe!
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